Heute habe ich 2 Geschichten für euch.
Ich finde sie wunderschön und bin immer wieder ergriffen,wenn ich sie lese.
Die vom goldenen Klebestreifen könnte von uns sein. Meine Kinder glauben alle noch an den Weihnachtsmann.Selbst der Große mit seinen fast 11 Jahren.
Als er so langsam anfing zu sagen"Ihr kauft ja die Geschenke.", haben wir ihm erzählt,das der Weihnachtsmann ja sooooo viele Kinder auf der Welt beschenken muß. Da kann er jedem Kind nur 1 Geschenk bringen. Die anderen Päckchen besorgen die Eltern,Großeltern ect.
Seit dem liegt jedes Jahr ein ganz besonders schön herausgeputztes Geschenk unterm Baum. Nämlich das,was die Kinder sich am sehnlichsten gewünscht haben. Und sie wissen,das ist vom Weihnachtsmann.
Der Große macht sich jetzt schon Gedanken,was er dem Weihnachtsmann wohl hinstellt. Seine selbstgebackenen Plätzchen oder doch lieber ein Stück Stollen.*ggg*
Und ich finde es jedes Jahr aufs neue wundervoll,das meine Kinder ihren Glauben bewahrt haben und Weihnachten für sie noch genau so glückselig und geheimnisvoll ist wie es schon immer war.
Der goldene Klebestreifen
Franz Felix Schedl
Vor vielen Jahren, meine Kinder waren gerade fünf und sieben Jahre alt, zweifelte die Erstgeborene daran, daß all die wunderbaren Geschenke vom Christkind persönlich gebracht werden. Meine Frau Kathie und ich sahen uns lange an, die Augen unserer Kinder waren hoffnungsvoll auf uns gerichtet, und Kathie hatte - wie immer - den rettenden Einfall:
"Ja, ihr habt schon recht, nicht alle Geschenke bringt das Christkind selbst, denn soviel Zeit hat es gar nicht. Einige Erwachsene, wie eure Großeltern, Tante Inge und viele mehr, dürfen dabei helfen. Aber es gibt ein eindeutiges Zeichen, an dem man erkennen kann, von wem sie kommen: Das Christkind klebt die Pakete mit goldenem Klebestreifen zu."
Die goldenen Streifen wurden der eigentliche Schmuck unserer Geschenke, sie machten ein Geschenk - auch noch so klein - wertvoll und wichtig. Bei Weihnachtsgeschenken ohne goldenen Klebestreifen zwinkerten uns die Kinder wissend zu, denn dieses Paket konnte nur von einem Vertreter des Christkindes kommen.
Zwei Jahre später war kein goldenes Klebeband erhältlich. Wo meine Frau und ich auch fragten, was wir auch versuchten, es gab kein Klebeband. Wir hatten die Hoffnung bis zuletzt nicht aufgegeben, bereiteten die Päckchen soweit vor, daß wir nur mehr die goldenen Klebebänder anbringen hätten müssen, und suchten weiter. Doch wir hatten es nicht geschafft. Langsamer und länger als sonst sangen wir fromme Lieder, nur die Kinder streiften neugierig um die Pakete herum, ausgelassen wie immer.
Als es soweit war öffneten sie freudig ihre Päckchen und alles schien wie jedes Weihnachten. Meine Frau hielt mich an der Hand und wir waren erleichtert, keinen Schrei des Protestes zu hören. Aber auch ein wenig traurig, sollten sie auf die Geschichte der goldenen Streifen vergessen haben?
Wir gingen zu unseren Paketen und - wie von Zauberhand - waren da goldene Klebebänder. Auch bei den Paketen der Kinder, ja an allen notwendigen Stellen glänzte ein goldener Streifen. Kathie liefen Tränen über ihre Wangen und meine Knie wurden weich. Das Christkind war tatsächlich zu uns gekommen!
Heute, Jahrzehnte später, wenn unsere Kinder ihren Kindern Pakete mit goldenen Klebestreifen unter den Christbaum legen, denken Kathie und ich voller Liebe an dieses Weihnachtsfest zurück - und wir kennen mittlerweile des Rätsels Lösung:
Unsere Tochter hatte eines Abends unsere Sorge mitangehört und ihren Bruder eingeweiht. Ihre Handarbeitslehrerin besorgte die Klebestreifen, und als wir sangen und ängstlich die Enttäuschung vor uns herschoben, brachten sie die Klebestreifen an. So bewahrten sie uns den Glauben an das Christkind.
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Phantasie könnt ihr noch mehr von Franz Felix Schedl finden!
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Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb Sie an die Tageszeitung
New York Sun einen Brief:
Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der Sun steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O'Hanlon
Der Chefredakteur Francis Church antwortete selber auf Virginias Anfrage - auf der Titelseite der
Sun:
Virginia,
Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.
Gewiss, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weichnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weichnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.
Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein.
"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.
Frohe Weihnacht, Virginia.
Dein Francis Church.
PS: Der Briefwechsel zwischen Virginia O'Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert, alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt. Die
Sun wurde 1950 eingestellt.
Vielen Dank an alle,die sich die Mühe gemacht haben,den ganzen Text zu lesen.
Ich wünsche euch allen noch eine wunderbare Vorweihnachtszeit!
Und zur Entspannung noch mein allerliebstes Weihnachtslied.
Bing Crosby gehört für mich zu Weihnachten,wie Schnee zum Winter. Und das Duett mit David Bowie ist einfach unschlagbar! Leider ist das Video auf You Tube nicht mehr verfügbar.(wegen dem Urheberrecht)
Daher hier im Duett mit Clay Aiken.
Und gleich noch einige Klassiker.Ich liebe diesen alten Filme!
Wer noch bei meiner Verlosung mitmachen möchte,sollte sich beeilen.Heute abend lose ich aus!